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Urbex in den Medien – Die Bild-Zeitung

Dass das Thema Urban Exploring sich immer weiter durch die Medienlandschaft kämpft und vom kleinen Lokalblatt bis hin zur Bild-Zeitung oder etlichen lokalen Fernsehsendern eigentlich schon überall platt getreten wurde, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. So mussten wir heute wieder über einen Artikel in der “wunderbaren” Bild-Zeitung stolpern…

Es gab eben schon viele Beiträge und durch diese Präsenz ist es nicht zu verhindern, dass das Thema weiter ausgeschlachtet wird. Oft hört man von den Leuten, die sich der Medienpräsenz hingeben, dass “wenn nicht ich, jemand anderes es macht” und dass man ja “aufklären” will. Dabei sind ist eine enorme Bandbreite an Berichten entstanden, die von ganz gut, über erträglich bis hin zu spektakulär übertrieben oder einfach nur unsinnig und grottig gingen. Von Vergleichen mit Szenen wie im “Psychothriller” über “Adrenalinjunkies” und ähnlichem, war schon einiges dabei, aber es kann ja immer noch getoppt werden.

 

Dieser Beitrag, egal wie er gemeint war und welche Gründe der gefragte bzw die gefragten Urban Explorer überhaupt der Bild-Zeitung, von der nicht sonderlich Gutes zu erwarten ist und der es vor allem um das reißerische Element geht, hatte(n), so ist dieser fernab von Gut und Böse, sondern eine bodenlose Frechheit wie wir Urban Explorer dargestellt werden.

 

Gefährliches Hobby “Urban Exploring”

 

Fazit dieses Artikels: Urban Explorer machen nette Fotos (natürlich wie es eine Bildunterschrift vermittelt immer und überall in HDR), sind lebensmüde und begeben sich in völlig unkalkulierbare Risiken und warum das alles? Genau, wegen der Anerkennung bevorzugt in Facebook!

Applaus! Wir können unseren Blog dann zu machen und schreiben für die Bild-Zeitung weiter. Damit werden wir Urban Explorer genauso dargestellt, wie wir es hier gerne kritisiert haben, nur eben absolut unreflektiert und als Gesamtheit und alle über einen Kamm geschert. Das vor einem dermaßen breiten Publikum, dass dieses Hobby neben der Komponente der immer mehr werdenden für Besitzer nervigen Fotografen, in der Außendarstellung enorm leidet und sich jeder Besitzer und Sicherheitsdienst, der dies so liest und das Ganze wirklich für voll nimmt, noch feindlicher uns gegenüber steht, denn wir gehen ja eh nur in die Locations um in die Medien zu gehen, uns von der breiten Masse huldigen zu lassen und die Orte für jeden einsehbar bei facebook zu posten und dafür noch ein enormes Sicherheitsrisiko für jeden Besitzer sind… Prost Mahlzeit.

Ob die beiden befragten Leute einen Einfluss auf den Artikel hatten, wage ich zu bezweifeln (Die Stimme des heutigen Arztes zeigt eher eine Mahnung nach Vorsicht und war bestimmt nicht so dramatisch gemeint, wie es im Gesamtkontext genutzt wurde), aber es ist ein gutes Beispiel, dass ein Umdenken her muss und vor allem auch, dass man nicht alles in den Medien breittreten muss. Wir schaden uns, den Orten und der Geschichte, die wir versuchen zu konservieren… und das alles wegen unbedachten Aussagen und der durchaus verständlichen kritischen Recherche eines Bild-Schreiberlings, der genau erkennt, was falsch läuft und was sich eben für den, der es nicht besser weiß, als erstes Bild darstellt.

Urban Explorer, die lebensmüden, sensationsgeilen Profilneurotiker mit Hang zu überbearbeiteten Bildern.

Amen!

 

 

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