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Neue Hoffnung für Chateau Noisy?

Die letzten Tage ist verschiedenen belgischen Medien ein Hoffnungsschimmer bezüglich der Zukunft von Chateau Noisy zu entnehmen.

Nachdem Gegner des Abrisses zu Zeiten der Demonstrationen gegen diesen einen Verein gegründet hatten und eine Frist von einem Jahr erwirkt haben, in der versucht werden sollte Pläne für die Nutzung zu finden und Investoren an Land zu ziehen, endet diese Frist nun Ende des Monats. Das Schloss ist schon wieder von der Denkmalliste verschwunden und wäre damit frei für den Abriss.
Jedoch haben sich wohl der Graf Liedekerke de Beaufort und der Initiator des Vereins bei einem Treffen auf eine weitere Frist von mindestens drei Monaten geeinigt, nachdem mehrere potenzielle Investoren Interesse am Gebäude vermeldet haben und dort weiteres in den drei Monaten besprochen werden soll. Ein Kandidat ist wohl ein Angehöriger der Familie von Prinz Charles, dem Prinzen von Wales, und bereits bekannt dafür verschiedene Schlösser in England gekauft und restauriert zu haben.

Wider allem Gerede, dass der “Comte” nie ernsthaft versucht hätte, das Gebäude zu verkaufen oder zu Nutzen, hatte er auch vor geraumer Zeit Stellung genommen. Er war immer gewillt es für einen sehr geringen langanhaltenden Pachtvertrag abzutreten, nur mit der Prämisse, dass die Finanzierung die Mitte der 90er Jahre auf 25 Millionen Euro geschätzt wurde vom Pächter bezahlt wird und ein wirklich stabiles Konzept vorhanden ist. Dies war wohl nur bei einem holländischen Unternehmen der Fall, der das Schloss zu einem Business-Hotel umbauen wollte, aber kurz vor Ende der Verhandlungen wegen der Investitionshöhe abgesprungen ist.

Wir raten weiterhin von einem Betreten des Geländes ab. Ein Appell an alle, die jetzt wieder einmal die letzte Chance sehen, das Gebäude zu besuchen:
Lasst die Finger davon! Die unliebsamen Besucher sind laut dem Grafen persönlich der Hauptgrund für die Überlegungen des Abrisses. Zu groß die Gefahr der “wilden Touren” auf das Gelände. 7 Jahre lang war das Schloss öffentlich zugänglich und kaum einer hat sich dafür interessiert, die heutzutage illegalen Besuche schaden den Plänen um das Schloss aber massiv. Die Gefahren für Leib und Leben sind groß und sollten diese Touren wieder Überhand nehmen oder es noch zu einem Unfall kommen, wird das Schloss sicherlich abgerissen und jedes Interesse eines Käufers abgebrochen. Sogar der Wildpächter, der ein Auge auf das Gebäude geworfen hat, wurde von unliebsamen Besuchern krankenhausreif geschlagen, als er sie erwischt hat. Das sind unzumutbare Zustände. Also bitte, nehmt dem Schloss nicht wegen Egoismus, Bildergeilheit, Unüberlegtheit und dem Gedanken “da muss ich noch einmal hin” die letzte Chance noch einmal in altem Glanz zu erstrahlen und einem neuen Nutzen zugeführt zu werden.

Wir bitten jeden: Gebt dem Chateau eine Chance und seid nicht einer der Hauptgründe für vielleicht noch abwendbaren den Abriss!

One Comment

  • Posted 25. März 2015 at 01:45 | Permalink

    Wahre Worte! Nur schade dass viele nicht so weit denken. Und dass der Wildpächter nun auch schon verprügelt wurde ist die höhe! Zu erst Hausfriedensbruch begehen und sich dann nicht mal den Konsequenzen stellen…..dieses Hobby ist einfach verkommen in den letzten Jahren. Traurig.

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